Was man an Id macht?

Ghusl

Es wird empfohlen, ein Bad am Morgen von `Id zu nehmen.

Nafi berichtete:

„Abdullah Bin `Umar (Möge Allah mit ihm zufrieden sein) pflegte am Tag von Fitr, Ghusl (Ganzkörperwaschung) zu verrichten, bevor er sich zum Musalla (Gebetsplatz) begab.“

Sa'eed Bin al-Musayyib sagte:

„Es gibt drei Sunnah´s für Fitr: zum Musalla zu laufen, essen bevor man geht und Ghusl zu verrichten.“

Imam Ibn Qudamah sagte:

„Es wird empfohlen, Ghusl für `Id zu verrichten. Ibn Umar vollzog Ghusl am Tag von Fitr und von Ali wird berichtet, dass er dies ebenso getan hat. Dies ist auch die Meinung von Alqamah, Urwah, Ata, an-Nakh`i, ash-Shi`bi, Qatadah, Abu az-Zinad, Malik, ash-Shafi`i, and Ibnul-Munthir.“

Die Berichte bezüglich des Verrichtens von Ghusl für `Id von Allahs Gesandtem (sallaAllahu ´alaihi wa sallam) oder dem Befehl an die Muslime dies zu tun, sind alle schwach.

 

Sich selbst verschönern

Es wird ebenfalls empfohlen, sich für den Anlass von `Id zu kleiden und zu schmücken. Ibn Umar (Möge Allah mit ihm zufrieden sein) berichtete:

„´Umar (Möge Allah mit ihm zufrieden sein) sah einen Seidenumhang auf dem Markt. Er brachte ihn zum Gesandten Allahs (sallaAllahu `alaihi wa sallam) und sagte: „O Gesandter Allahs, kauf ihn und schmücke dich damit während `Id und wenn die Delegationen dich besuchen.“ Der Gesandte Allahs (sallaAllahu `alaihi wa sallam) antwortete: „Diese Kleidung ist für diejenigen, die keinen guten Anteil (am Jenseits) haben.“

Nach einiger Zeit, schickte der Gesandte Allahs (sallaAllahu `alaihi wa sallam) einen Umhang aus Seidenbrokat an ´Umar (möge Allah zufrieden mit ihm sein). ´Umar (möge Allah zufrieden mit ihm sein) kam mit dem Umhang zum Gesandten Allahs (sallaAllahu `alaihi wa sallam ) und sagte: „Gesandter Allah´s! Du hast gesagt, dass diese Kleidung für diejenigen ist, die keinen guten Anteil (am Jenseits) haben. Dennoch hast du ihn mir geschickt!“ Der Gesandte Allahs (sallaAllahu `alaihi wa sallam) sagte: „Ich schickte ihn dir, damit du ihn verkaufen oder ihn benutzen kannst um deine Bedürfnisse zu befriedigen.““

Al-Hafiz Ibn Hajar sagte:

„Der Beweis aus diesem Hadith ist, dass der Prophet (sallaAllahu `alaihi wa sallam) den Vorschlag von ´Umar (möge Allah zufrieden mit ihm sein), sich an `Id zu verschönern, genehmigt hat und es nur ablehnte diese Art von Kleidungsstück zu tragen, weil es aus Seide war.“

Der große Gelehrte as-Sindi folgerte:

„Dieser Hadith beweist, dass das Kleiden für die ´Id-Tage eine zulässige Gepflogenheit unter den Gefährten war und dass der Prophet (sallaAllahu `alaihi wa sallam) dem nicht widersprach und dies somit genehmigt wurde.“

Und Ibn Qudamah merkt an:

„Dies deutet darauf hin, dass das sich selbst Verschönern zu diesen Anlässen unter ihnen üblich war. Malik sagte: „Ich hörte, dass die Gelehrten das Begehren nach Parfüm und Verschönerung für jedes `Id äußerten.“

Zusätzlich sagte Ibnul-Qayyim:

„Der Prophet (sallaAllahu `alaihi wa sallam) trug seine besten Kleider, um zum `Id-Gebet zu gehen. Er hatte ein Gewand, welches er speziell nur an den zwei `Id-Festen und Freitags trug. Manchmal trug er grüne Gewänder und manchmal ein rot liniertes Gewand. Nicht durchgängig rot wie manche Leute denken, sondern es hatte rote Linien, ähnlich wie die linierten Gewänder aus dem Yemen.“

Und Ibn Hajar sagte:

„Ibn Abu ad-Dunya und al-Bayhaqi berichteten, mit einer authentischen Überlieferungskette, dass Ibn ´Umar (Möge Allah mit ihnen zufrieden sein) seine beste Kleidung an den beiden `Id-Festen trug.“

Zur Verschönerung an `Id (für Männer) gehört das Tragen von Kuhl, Parfümen und Ölen sowie das tragen einer Amamah (Turban) oder einer Kufiyyah (einfache Mütze). Wie von ash-Sheikh al-Albani in Tamamul-Minnah angemerkt wird, sollen die muslimischen Männer ihre Köpfe nicht unbedeckt lassen, wie es bei den Europäern üblich ist.“

 

Essen am Morgen von `Id

Anas bin Malik (Möge Allah mit ihm zufrieden sein) berichtete:

„Allahs Gesandter (sallaAllahu `alaihi wa sallam) hat sein Haus am Tag von Fitr nicht verlassen, bis er ein paar Datteln gegessen hatte.“

Imam al-Muhallab sagte:

„Die Weisheit, die hinter dem Essen vor dem Gebet steckt ist zu verhindern, dass man annimmt man müsse fasten, bis das `Id-Gebet vorüber ist.“

Und Buraydah Bin al-Hasib (Möge Allah mit ihm zufrieden sein) berichtete:

„Der Prophet (sallaAllahu `alaihi wa sallam) hat sein Haus am Tag von Fitr nicht verlassen, bis er gegessen hatte.Am Tag von Nahr (Schlachtung) hat er nichts gegessen, bis er wieder zurückgekehrt ist, damit er von seinem Opfertier essen konnte.“

Der große Gelehrte ash-Shawkani sagte:

„Die Weisheit hinter dem Verzögern des Essens am Tag von Adha (Opferung) ist, dass es an diesem  Tag vorgeschrieben ist, Opfertiere zu schlachten (opfern) und davon zu essen. Daher wird es empfohlen, dass man zum Frühstück von seinem Opfertier isst. Dies wurde von Ibn Qudamah erwähnt.“

Az-Zayn Bin al-Munayyir sagte:

„Der Zeitpunkt, an dem der Prophet(sallaAllahu `alaihi wa sallam) sein Frühstück zu den beiden `Id-Festen einnahm, war jeweils der Zeitpunkt der Gabe der Sadaqah, folglich zum `Idul-Fitr vor dem Gang zum Gebetsplatz, da die sadaqah vor dem Gang zum Gebetsplatz erfolgte und zum Opferfest nach der Abgabe der Opfergabe aus der Schlachtung des Opfertieres. (sinngemäße Übersetzung)

Hier muss erwähnt werden, dass heutzutage die Muslime ihre Opfertiere nicht mehr beim Musalla schlachten.Sie tun es an entfernten Orten und bekommen das Fleisch manchmal nicht vor dem Abend oder an den darauffolgenden Tagen. In diesem Fall ist es verständlich, dass die Sunnah, zum Frühstück Fleisch vom Opfertier zu essen, nicht vernünftig erfüllt werden kann.“

 

Der Musalla

Beten beim Musalla

Es ist Sunnah das `Id-Gebet im Freien zu verrichten. Dieser Platz im Freien für das Gebet ist bekannt als Musalla.Abu Sa ´id al-Khudri (Möge Allah mit ihm zufrieden sein) sagte:

„Der Prophet (sallaAllahu `alaihi wa sallam) pflegte am Tag von Fitr und am Tag von Adha zum Musalla zu gehen und das erste was er dort tat war, das Gebet zu verrichten.“

Der `Allamah (große Gelehrte) Ibn al-Hajj al-Maliki sagte:

„Die fundierte Sunnah für die Gebete der beiden `Id-Feste ist, diese beim Musalla abzuhalten, obwohl der Prophet (sallaAllahu `alaihi wa sallam) sagte:

„Ein Gebet in meiner Masjid (Moschee) ist besser als tausend Gebete in irgendeiner anderen, außer in al-Masjidul-Haram (die heilige Moschee in Makkah).“

Trotz dieses großen Lohn, verließ er (sallaAllahu `alaihi wa sallam) seine Moschee und ging zum Musalla an den Tagen von `Id.“

Ibn Qudamah sagte:

„Es ist Sunnah, die `Id-Gebete beim Musalla abzuhalten.Ali (Möge Allah mit ihm zufrieden sein) hatdies befohlen und al-Awza`i hat dies empfohlen – wie die Leute mit Vernunft es taten. Es ist auch die Ansicht von Ibnul-Munthir.“

Was denjenigen angeht, der aufgrund von Krankheit oder hohen Alters nicht dazu in der Lage ist rauszugehen, um das Gebet beim Musalla zu verrichten, so kann er in der Moschee beten und es lastet keine Schuld auf ihm – insha-Allah.

Es sollte hier erwähnt werden, dass das Ziel des Abhaltens des Gebets beim Musalla ist, die größtmögliche Anzahl von Muslimen an einem Platz zu versammeln.

Allerdings sehen wir heutzutage in vielen Ländern die Errichtung zahlreicher Musallas, auch ohne diese zu benötigen.Die Gelehrten haben die Leute vor so einer Sache gewarnt.

Und diese zahlreichen Musallas sind zu Podien gemacht worden, eingerichtet um die Loyalität zu verschiedenen Parteien zu verkünden und das Wort der Muslime zu spalten. Gewiss, es gibt keine Macht oder Kraft außer von Allah.

 

Nehmen von verschiedenen Laufwegen

Jabir Bin `Abdillah (Möge Allah mit ihm zufrieden sein) berichtete:

„Der Prophet (sallaAllahu `alaihi wa sallam ) nahm verschiedene Laufwege am Tag von `Id.“

Ibnul-Qayyim sagte:

„Er (sallaAllahu `alaihi wa sallam) nahm verschiedene Laufwege am Tag von `Id. Er nahm einen Hinweg und einen anderen Rückweg.Es wurde gesagt, dass die Weisheit dahinter folgende ist:

·         die Leute beider Wege zu grüßen

·         damit die Leute beider Wege Segenswünsche von ihm erhalten (durch sein Bittgebet, Salam, usw.)

·         um die Bedürfnisse der Bedürftigen beider Wege zu erfüllen

·         um die Islamischen Riten (beim Takbir, usw) zu zeigen

        (und diebesteMeinungist)wegenall dieserGründe, nebenanderen AspektenderWeisheit,  

welche all seinen (sallaAllahu `alaihi wa sallam) Handlungen innewohnt (sinngemäße Übersetzung)

Nachdem die oben stehenden Meinungen erwähnt wurden, sagte Imam an-Nawawi:

„Selbst wenn der Grund dafür nicht bekannt wäre, wird es unbedingt empfohlen seinem Beispiel zu folgen. Allah weiß es am besten.“

 

Früh gehen

Imam al-Baghaw sagte:

„Es wird empfohlen, sich zu den  Musalla´s zu begeben, um dort zu sitzen und die Takbirs zu sprechen, gleich nachdem man das Subhgebet (Morgengebet) vollendet hat. Was den Imam angeht, so soll er genau zur Zeit des Gebets dort eintreffen.

 

Zu Fuß gehen

Es sollte außerdem angemerkt werden, dass es für diejenigen die dazu in der Lage sind, empfohlen wird, zum Musalla zu Fuß zu gehen. Ali (ra) sagte:

„Es gehört zur Sunnah, dass man zum `Id zu Fuß geht.“

 

Takbir während der beiden `Ids

Takbir (das sagen von Allahu Akbar – Allah ist der Größte) ist eine klare Besonderheit der muslimischen `Id-Feste.

 

Der Beweis für den Takbir an `Id-Tagen

Allah sagt:

„…und Allah als den Größten preist, dafür, dass Er euch rechtgeleitet hat, auf dass ihr dankbar sein möget.“ (Sura 2:185)

 

Zeit des Tabkirs

Der Takbir für `Id beginnt ab dem Zeitpunkt, an dem man sein Haus verlässt, um sich zum Musalla zu begeben.Es wurde bestätigt, dass der Prophet (sallaAllahu `alaihi wa sallam):

„…sein Haus am Tag von Fitr verließ, den Takbir sprach bis er den Musalla erreichte und das Gebet verrichtete. Wenn er das Gebet verrichtet hat, hörte er auf den Takbir zu sagen.“

Der große Hadith-Gelehrte al-Albani sagte:

„Dieser Hadith liefert den Beweis für den Brauch der Muslime, den Takbir laut auf dem Weg zum Musalla zu sprechen, auch wenn heutzutage viele Leute diese Sunnah vernachlässigen – so dass sie fast vollständig vergessen wurde.

An diesem Punkt ist es sinnvoll, daran zu erinnern, dass das gemeinsame Sagen des Takbirs, wie es viele Leute praktizieren, nicht erlaubt ist. Dies trifft auch auf jede andere Art des Dhikr´s (das Erwähnen Allah´s), ob laut oder geheim (leise), zu. Lassen wir dies eine Warnung für uns sein und behalten wir im Kopf, dass der beste Weg, der Weg von Muhammads (sallaAllahu `alaihi wa sallam) ist.

Ibn Taymiyyah wurde nach dem Zeitpunkt für den Takbir an den beiden `Id-Festen gefragt. Er antwortete:

„Alles Lob gebührt Allah! Die korrekteste Meinung, welche mit der Mehrheit der Salaf und den Gelehrten unter den Sahabah und Imamen übereinstimmt ist, dass sich der Takbir von Fajr (Morgendämmerung) am Tag von Arafah bis zum letzten Tag von Tashriq erstreckt. Es wird nach jedem Gebet durchgeführt und es wird jedem empfohlen, die Stimme während des Takbir´s auf dem Weg zum `Id, zu erheben. Darüber sind sich  alle 4 Imame einig.“

Es sollte angemerkt werden, dass die Vorgabe „nach jedem Gebet“ keinen Beweis hat. Die korrekte Meinung ist, es zu jeder Zeit zu sagen, ohne Vorgabe. Dies wird gestützt, durch die Aussage von Imam al-Bukhari:

„…Und `Umar (Möge Allah mit ihm zufrieden sein) pflegte den Takbir in seinem Zelt in Mina zu sagen, so dass die Leute in der Masjid ihn hören konnten; Und sie sagten auch den Takbir; Und dann sagten auch die Leute auf den Marktplätzen den Takbir, bis Mina mit dem Takbir von allen Menschen widerhallte.

Und Ibn `Umar (Möge Allah mit ihnen zufrieden sein) pflegte es, den Takbir in Mina durchgehend an diesen Tagen zu sagen: nach den Gebeten, in seinem Bett, in seinem Zelt, in seinen Sitzungen und während er herumlief.

Und Maymunah (Möge Allah mit ihr zufrieden sein) pflegte den Takbir am Tag von Nahr zu sagen. Auch sagten die Frauen den Takbir hinter Abban Bin `Uthman und `Umar Bin `Abdul-`Aziz in der Nacht von Tashriq mit den Männern in der Masjid.“

Es wird ebenfalls berichtet:

„Wenn Ibn `Umar (Möge Allah mit ihnen zufrieden sein) sein Haus Morgens am Tag von Fitr und am Tag von Adha verließ, sagte er den Takbir laut bis er den Musalla erreichte, dann sagte er ihn bis der Imam (zum Gebet) eintraf.“

 

 Der Wortlaut des Takbir

Es gibt keine authentischen Ahadith, die beschreiben, wie der Prophet (sallaAllahu `alaihi wa sallam) diesen Takbir sagte. Allerdings wurde folgendes von seinen Gefährten (Möge Allah mit ihnen zufrieden sein) berichtet:

Ibn Mas´ud (Möge Allah mit ihm zufrieden sein):

„Allahu akbar, Allahu akbar, la ilaha illal-Lah; Allahu akbar, Allahu akbar, wa lillahil-hamd."

Ibn Abbas (Möge Allah mit ihm zufrieden sein):

"Allahu akbar Allahu akbar, Allahu akbar, wa lillaahil-hamd, Allahu akbaru wa ajall, Allahu akbaru `ala ma hadana."

Salman (Möge Allah mit ihm zufrieden sein)

"Allahu akbar, Allahu akbar, Allahu akbaru kabira."

Viele Leute unterschieden sich von den Salaf in diesem Dhikr. Sie fügten Neuerungen hinzu, für die es keine Grundlage gibt. Dies veranlasste Ibn Hajar dazu, zu sagen:

„Einige Ergänzungen zum Takbir, für die es keine Grundlage gibt, wurden in dieser Zeit neu eingeführt.“

 

Die Weisheit des Takbirs

Der Takbir ist eine Aussage zu der die Muslime aufgefordert werden, diese häufig zu bekunden. Besonders in bestimmten Situationen, die Gefühle von Hochmut im Herzen andeuten.

Wenn eine Person ein Tier schlachtet, könnte er hochmütig werden, da er die Macht zum töten hat.Aber wenn er sagt: „Bismillah, Allahu Akbar – im Namen Allahs, Allah ist der Größte“, erinnert er sich an seine wahre Stellung und dass, egal wie groß und mächtig er sich fühlt, Allah größer und mächtiger ist und Er ihn mit dem Tier versorgt und ihm die Fähigkeit gegeben hat es zu schlachten.

Das Werfen der Steine in Mina ist ein Akt von Kraft und Aggression. Aber wenn der Pilger „Allahu Akbar“ sagt, erinnert er sich an die Kraft und Macht Allahs.

Während ihrer Reisen, pflegten der Prophet (sallaAllahu `alaihi wa sallam) und seine Gefährten (Möge Allah mit ihnen zufrieden sein) „Allahu Akbar“ zu sagen, wenn sie einen Berg bestiegen. Das Hinaufsteigen auf einen hohen Platz, ist eine weitere Tat, die Arroganz im Herzen verursachen kann. Durch das Anwenden dieser Sunnah, kontrolliert man sich selbst und erinnert sich daran, dass Allah größer und höher ist.

Feierlichkeiten sind Anlässe um sich zu erfreuen und fröhlich zu sein. Menschen neigen dann dazu, arrogant zu werden. Wenn sie sich aber sehr häufig an die Größe Allahs erinnern, bewahren Sie ihre Stellung der Unterwerfung und Knechtschaft Ihm gegenüber.

Des Weiteren erinnern sich die Leute durch das laute und häufige Aufsagen des Takbirs daran, dass das `Id ein Geschenk ist, welches Allah gewährt hat; dass Er größer ist als Sorgen und Ängste, die die `Id-Stimmung beeinträchtigen könnten, dass Er Derjenige ist, Der sie rechtgeleitet hat und imstande ist, sie zu beschützen, ihre Sorgen zu nehmen und ihre Taten des Gottesdienstes, die den `Id-Festen vorangegangen sind, anzunehmen.

 

Trommeln des Duff (Handtrommel)

Singen begleitet vom Trommeln der Duff, ist eine genehmigte Art von lahw (Eitelkeit) für Frauen während des `Id. ´Aisha (Möge Allah mit ihr zufrieden sein) sagte:

„Allahs Gesandter (sallaAllahu `alaihi wa sallam) betrat mein Haus, als ich zwei kleine Mädchen bei mir hatte, die Lieder von Bu`ath sangen und mit der Duff trommelten. Er legte sich aufs Bett und drehte sein Gesicht weg. Dann kam Abu Bakr rein und schimpfte mit mir, indem ersagte: „Die Flöten des Shaytan (Teufel) werden in der Anwesenheit des Gesandten Allahs gespielt?“ Da drehte sich der Gesandte Allahs (sallaAllahu `alaihi wa sallam) zu ihm und sagte: „Lass sie, O Abu Bakr!

Jeder hat ein `Id und dies ist unser `Id.“

Al-Baghawi kommentierte diesen Hadith mit den Worten:

„Bu`ath ist eine berühmte Schlacht der Araber, in der es einen großen Sieg der Aws über die Khazraj gab. Der Krieg zwischen diesen beiden Stämmen ging über einhundertzwanzig (120) Jahre – bis der Islam kam. Die beiden Mädchen sangen Gedichte, die Kämpfe und Tapferkeit beschrieben, deren Erwähnung die Religion unterstützen.

Was aber Lieder betrifft, die die Erwähnung von Sünden, Ankündigungen von verbotenen Angelegenheiten und schlechte Handlungen beinhalten, so sind diese verboten. Und es istausgeschlossen, dass irgendetwas dergleichen, je in der Gegenwart des Propheten (sallaAllahu `alaihi wa sallam) stattgefunden hat, ohne dass er es hartnäckig beanstandet hätte.

Was seine (sallaAllahu `alaihi wa sallam)Aussage „dies ist unser `Id“ betrifft, so liefert sie den Grund dafür, Freude als ein Zeichen des Deen an den beiden `Id-Festen zu zeigen, denn sie (`Id-Tage) sind anders als andere Tage.“

Von diesem Hadith und anderen späteren Beweisen, ist es wichtig, sich folgendes zu merken:

Der Prophet (sallaAllahu `alaihi wa sallam) widersprach Abu Bakr´s Aussage nicht, dass die Duff (Musikinstrument) eine Flöte des Shaytans ist. Dies wird als Bestätigung der allgemeinen Vorschrift von ihm (sallaAllahu `alaihi wa sallam) genommen, welche mit anderen authentischen Beweisen übereinstimmt, die die Benutzung von Musikinstrumenten verbietet.

Er (sallaAllahu `alaihi wa sallam) änderte Abu Bakr´s (Möge Allah mit ihm zufrieden sein) Auffassung, durch das Darauf hinweisen,  dass es eine Ausnahme zu dieser allgemeinen Vorschrift bei bestimmten Anlässen gibt.

Die Anlässe, bei denen der Islam Frauen erlaubt, mit der Duff zu trommeln, sind folgende:

1.      Die zwei `Id-Feste

2.      Hochzeiten

3.      Um die Ankunft eines anerkannten Individuums nach einer Reise zu feiern

Der Beweis für den dritten Anlass ist der Hadith über die Frau, die zu Allahs Gesandtem (sallaAllahu `alaihi wa sallam) kam und sagte: „O Gesandter Allahs. Ich habe  geschworen, dass, wenn Allah dich sicher zurückgebracht hat, ich die Duff über deinem Kopf trommeln werde.“ Allahs Gesandter (sallaAllahu `alaihi wa sallam) setzte sich hin und sagte: „Erfülle deinen Schwur!“

An diesen Anlässen ist es den Männern erlaubt, dass Trommeln der Duff zu hören, da Allahs Gesandter (sallaAllahu `alaihi wa sallam) dies getan hat und es genehmigte, wie man im oben erwähnten Hadith sieht. Allerdings ist es Männern nicht erlaubt, dem Gesang von Frauen zuzuhören, denn dies ist eine unvertretbare Quelle großer Fitnah. Das der Prophet (sallaAllahu `alaihi wa sallam) den zwei kleinen Mädchen zuhörte, stellt keinen Beweis diesbezüglich dar.

Aufgrund der allgemein gültigen Texte, die die Benutzung von Musikinstrumenten verbieten, ist das einzige Musikinstrument welches Frauen benutzen dürfen, die Duff. Herleiten irgendeiner Ähnlichkeit zu anderen Instrumenten ist falsch und ein klarer Verstoß gegen die einfachen Grundsätze von Fiqh und Verstand.

Das Sonderrecht der Benutzung der Duff, wird Männern bei keinem Anlass gewährt – wie unten behandelt werden wird.

Die Erlaubnis zum Singen während der `Id-Feste findet nur auf zulässige Poesie, die zu guten Taten und gutem Verhalten ermutigt, Anwendung. Sie kann nicht auf Lieder, die zu Sünde und Ungehorsamkeit aufrufen, ausgedehnt werden, wie es in vielen Kulturen üblich ist (siehe vorheriges Zitat von al-Baghawi).

Wie oben angegeben, gibt es keine Berichte darüber, dass die Gefährten mit der Duff trommelten. Demnach ist es Frauen erlaubt, mit der Duff zu trommeln, denn es ist charakteristisch für sie und der Gesandte Allahs (sallaAllahu `alaihi wa sallam) hat es ihnen erlaubt. Aber er (sallaAllahu `alaihi wa sallam) verbot Männern, Frauen zu imitieren und andersherum. Diese Ansicht wird von der Mehrheit der Gelehrten aufrechterhalten. Zum Beispiel sagte Sheikhul-Islam Ibn Taymiyyah:

„Der Prophet (sallaAllahu `alaihi wa sallam) erlaubte bestimmte Arten der Freude zu Hochzeiten und ähnlichen Anlässen. Er erlaubte den Frauen außerdem, während Hochzeiten und Feierlichkeiten, die Duff zu trommeln. Was die Männer angeht, so darf kein einziger von Ihnen während dieser Zeit mit der Duff trommeln noch mit den Händen klatschen. Vielmehr wird in den beiden Sahis bestätigt, dass er (sallaAllahu `alaihi wa sallam) sagte:

„Das Klatschen der Hände ist für die Frauen und das Erheben der Stimme beim Tasbih ist für die Männer.“

Und:

„Allah verflucht diejenigen Männer, die Frauen imitieren und diejenigen Frauen, die Männer imitieren.“

Singen und trommeln der Duff gehören zu den charakteristischen Handlungen von Frauen. Aufgrund dessen bezeichneten die rechtschaffenen Salaf den Mann der dies tat als verweiblicht.“

Und Ibn Qudamah (Möge Allah mit ihm zufrieden sein) sagte:

„Was das trommeln (der Duff ) von Männern angeht, so ist es in jeder Situation makruh. Dies wurde nur von Frauen getan und wenn Männer dies tun, imitieren sie Frauen und der Prophet (sallaAllahu `alaihi wa sallam) verfluchte diejenigen Männer, die Frauen imitieren.“

Ibn Hajar al-Haythami, kommentierte Ibn Qudamah's Worte und sagte:

„Es ist offensichtlich, dass diese Aussage dessen Verbot bedeutet (für Männer).“

Und Ibn ajar al-`Asqalani sagte:

„Der Hadith der besagt, „Verkündet (männlicher Plural Befehl) die Hochzeiten und trommelt (männlicher Plural Befehl) die Duff hierfür“, wird von einigen Leuten als Beweis verwendet, dass das Trommeln der Duff nicht nur speziell für Frauen ist. Jedoch ist dieser Hadith nicht authentisch und die authentischen Ahadith (diesbezüglich) geben den Frauen die Erlaubnis dies zu tun. Männer können hier nicht mit einbezogen werden, aufgrund des allgemein gültigen Verbots für Männer, Frauen zu imitieren.“

Al-Mubarakpuri stimmte mit der Aussage von Ibn Hajar überein und fügte hinzu:

„Die Fuqaha (Gelehrte) haben gesagt, dass die Duff etwas ist, was keine Glocken hat, wie Ibn al-Hammam erwähnte…Ebenfalls ist das erlaubte Singen an Hochzeiten speziell nur für Frauen. Es ist für Männer nicht erlaubt.“

Und Ibn Kathir sagte:

„…nichts ist vom Verbot von Musikinstrumenten ausgenommen, außer dem Trommeln der Duff für junge Mädchen – während der `Id-Tage, bei der Ankunft eines anerkannten Individuums nach einer Reise und während Hochzeiten – wie es in den Ahadith beschrieben und an diversen Orten etabliert wurde. Und das Erlauben in manchen Situationen, führt nicht dazu, dass es in allen Situationen erlaubt ist.“

Verbreitet in unserer Zeit sind die üblen Orte, die vom Gesandten Allahs (sallaAllahu `alaihi wa sallam) prophezeit wurden, an denen Männer und Frauen sich versammeln, um sich mit Musikinstrumenten und anderen verbotenen Taten zu unterhalten. Möge Allah die Muslime zu dem leiten, was gut für Sie in beiden Leben ist.

 

`Id-Begrüßungen

Es ist für Muslime erlaubt, sich am Tag von `Id mit speziellen Grußworten zu begrüßen, die von den Sahaba (Möge Allah mit ihnen zufrieden sein) berichtet wurden. Auf eine Frage, bezogen auf dieses Thema, antwortete Ibn Taymiyyah und sagte:

„Was das gegenseitige Grüßen der Leute, wie „Taqabbalal-Lahu minna wa minkum (Möge Allah von uns und dir annehmen)“ oder (Möge Allah dir das `Id nächstes Jahr ermöglichen) etc, nach dem `Id-Gebet angeht, wurde berichtet, dass einige der Sahaba dies praktizierten und die Gelehrten haben es erlaubt. Allerdings sagte Ahmad: „Ich fing nicht an dies zu irgendjemanden zu sagen. Aber wenn es jemand zu mir sagte, antwortete ich ihm.“ Der Grund dafür ist, dass das Erwidern einer Begrüßung Pflicht ist.Aber das Beginnen einer Begrüßung ist keine vorgeschriebene Sunnah, noch ist es verboten.

Wer immer dies tut, hat ein Beispiel durch die salaf, und wer immer dies nicht tut, hätte ebenso auch ein Vorbild. (sinngemäße Übersetzung)

Jubayr Bin Nufayr sagte:

„Wenn sich die Gefährten des Gesandten Allahs (sallaAllahu `alaihi wa sallam) am Tag von `Id trafen, sagten sie zueinander: „Taqabbalal-Lahu minna wa mink (Möge Allah von uns und dir annehmen).““

Und Muhammad Bin Ziyad sagte:

„Ich war mit Abu Umamah al-Bahili (Möge Allah mit ihm zufrieden sein) und einigen anderen Gefährten des Propheten (sallaAllahu `alaihi wa sallam). Als sie vom `Id zurückkehrten, sagten sie zueinander: „Taqabbalal-Lahu minna wa mink.““

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