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Die ‘Aqida von Imam Malik Ibn Anas

Die ‘Aqida von Imam Malik Ibn Anas

(1) Seine Aussagen über Tauhid

1. Al-Harawi überliefert von asch-Schafi’i, dass er sagte: „Malik wurde über Kalam und Tauhid gefragt. Daher sagte Malik: ‚Es ist Dummheit über den Propheten - Allahs Heil und Segen auf ihm - zu denken, dass er die Umma über istindscha’ (Reinigung nach dem Toilettengang) unterrichtet, jedoch nicht den Tauhid gelehrt hat. 1 Und Tauhid ist das, was der Prophet - Allahs Heil und Segen auf ihm - sagte: »Mir wurde befohlen, die Menschen solange zu bekämpfen, bis sie sagen: Es gibt keinen anbetungswürdigen Gott außer Allah.« 2 Was auch immer daher durch diesen an Vermögen und Blut geschützt ist, so ist dies die Wirklichkeit des Tauhid.“ 3

2. Ad-Daraqutni (gest. 385 n. H.) - Allahs Barmherzigkeit auf ihm - berichtet von Walid Ibn Muslim, dass er sagte: „Ich fragte Malik, ath-Thawri (gest. 161 n. H.), al-Awza’i (gest. 157 n. H.) und al-Layth Ibn Sa’d nach den Überlieferungen über die Eigenschaften (sifat; d.h. Allahs Eigenschaften). Sie alle sagten darauf: ‚Gib’ sie so weiter, wie sie gekommen sind.’“ 4

3. Ibn ’Abdul-Barr sagte: „Malik wurde gefragt: ‚Wird man Allah am Tage des Gerichts sehen?’ Er sagte hierauf: ‚Ja, Allah sagt: An jenem Tage wird es strahlende Gesichter geben, die zu ihrem
Herrn schauen. (al-Qiyama/75:22-23)

Und Er sagt über andere Menschen:

"Keineswegs! Sie werden an jenem Tage gewiss von ihrem Herrn abgeschirmt sein (d.h. sie werden Ihn nicht sehen). 5 (al-Mutaffifin/83:15)

Al-Qadi ’Iyad erzählt von Ibn Nafi 6 und Aschhab 7 , dass sie beide sagten: „O Aba ’Abdullah (Beiname von Malik) »An jenem Tage wird es strahlende Gesichter geben, die zu ihrem Herrn schauen. (al-Qiyama/75:22)«; werden sie zu Allah schauen?“ Er sagte: „Ja, mit diesen seinen beiden Augen.“ Daher sagte ich, um darauf hinzuweisen: „Wahrlich, es gibt Menschen, die sagen, dass man nicht zu Allah schauen wird, und dass „Sehen“ (im Eigentlichen) das Sehen auf die Belohnung bedeuten würde.“ Er sagte: „Sie haben gelogen. Vielmehr wird man auf Allah schauen. Hast du nicht die Rede von Musa gehört: „Mein Herr, zeige (Dich) mir, auf daß ich Dich schauen mag.“ (al-A’raf/7:143)

Glaubst du nun, dass Musa seinen Herrn um etwas Albernes bitten würde? Allah sagt daher:

„Du wirst Mich nicht sehen…“ (al-A’raf/7:143)

Dies bezieht sich auf diese Welt, denn einer, der vergänglich (d.h. nicht dauerhaft existiert) ist, kann nicht auf den Nicht-Vergänglichen blicken. Wenn sie das ewige Haus des Jenseits erreicht haben sollten, werden die dauerhaft Lebenden auf den Nicht-Vergänglichen blicken. Allah sagt: Keineswegs! Sie werden an jenem Tage gewiss von ihrem Herrn abgeschirmt sein (d.h. sie werden Ihn nicht sehen). 8 (al-Mutaffifin/83:15)

4. Abu Nu’aym berichtet von Dscha’far Ibn ’Abdillah, dass er sagte: „Wir waren mit Malik Ibn Anas, als ein Mann kam und sagte: ‚O Aba ’Abdullah, Der Allerbarmerhat sich über den Thron erhoben (Ta Ha/20:5) wie hat Er sich erhoben?’ Daraufhin wurde Malik sehr zornig. 9 Er schaute zum Boden und kritzelte mit dem Stock in seiner Hand, bis er seine Hand erhob, den Schweiß von seiner Stirn wegwischte, den Stock bei Seite warf und sagte: ‚Die Art und Weise (kayf) dessen kann nicht mit dem Verstand erfasst werden, al-istiwa’ (sich erheben) ist nicht unbekannt, 10 der Glaube daran ist Pflicht und die Frage danach ist eine Neuerung. Und ich denke, dass du eine Person der Neuerung bist’, und er befahl ihm zu gehen.“ 11

5. Abu Nu’aym überliefert von Yahya Ibnu r-Rabi’, dass er sagte: „Wir waren mit Malik Ibn Anas. Ein Mann kam zu ihm und sagte: ‚O Aba ’Abdullah, was sagst über jemanden, der sagt, dass der Qur’an erschaffen sei?’ Malik sagte darauf: ‚Ein Ketzer (zindiq). 12 Bekämpfe ihn daher.’ Darauf sagte er: ‚O Aba ’Abdullah, ich habe nur eine Rede erwähnt, die ich gehört habe.’ Malik sagte: ‚Ich habe dies von niemandem gehört, nur von dir, und wie gewaltig ist diese Aussage. 13

6. Es wird von Ibn ’Abdu l-Barr berichtet, dass ’Abdullah Ibn Nafi’ sagte: „Malik Ibn Anas sagte gewöhnlich: ‚Wer auch immer sagt, der Qur’an wäre erschaffen, muss schmerzhaft geschlagen und unter Druck gesetzt werden, bis er bereut.’“ 14

7. Abu Dawud berichtet von ’Abdullah Ibn Nafi’, dass er sagte: „Malik sagte: ‚Allah ist über den Himmeln (fis-sama) 15 und Sein Wissen ist überall.’“ 16


(2) Seine Aussagen über al-Qadar

1. Abu Nu’aym überliefert von Ibn Wahb 17 , dass er sagte: „Ich hörte Malik zu einem Mann sagen: ‚Hast du mich gestern über al-Qadar gefragt?’ Er sagte: ‚Ja.’ Malik sagte: ‚Wahrlich, Allah - der Erhabene - sagt: Und hätten Wir gewollt, hätten Wir jedem seinen Weg gezeigt; jedoch Mein Wort soll geschehen: "Füllen will Ich Dschahannam mit den Dschinn und mit den Menschen allzumal." (as-Sadschda/32:13) Daher gibt es keine Flucht vor dem, was Allah - der Erhabene - verkündet hat.’“ 18

2. Al-Qadi ’Iyad sagte: „Imam Malik wurde über die Qadariya gefragt: ‚Wer sind sie?’ Er sagte: ‚Der eine, der sagt: Sünden sind nicht erschaffen.’ Und genauso sagte er über die Qadariya: ‚Diese sind jene, die sagen, dass die Kraft/Macht (istita’a) mit ihnen sei; wenn sie wünschen, würden sie gehorchen, und wenn sie
wünschen, würden sie sich auflehnen.’“ 19

3. Es wird von Ibn ’Asim überliefert, dass Sa’id Ibn ’Abdu l-Dschabbar sagte: „Ich hörte Malik Ibn Anas sagen: ‚Meine Ansicht über sie – die Qadariya meinend – ist, dass sie zur Reue gebracht werden sollten, damit sie bereuen können, und wenn nicht, sollten sie bekämpft werden.’“ 20

4. Ibn ’Abdul-Barr sagte: „Malik sagte: ‚Ich habe niemanden von den Leuten des al-Qadar gesehen, außer dass sie geistlos, leichtsinnig und oberflächlich waren.’“ 21

5. Ibn Abi ’Asim berichtet von Marwan Ibn Muhammad at-Tatari, dass er sagte: „Ich hörte Malik Ibn Anas, wie er über die Ehe mit einem Qadari gefragt wurde. Daher las er vor: Und ein gläubiger Diener ist besser als ein Götzenanbeter… 22 (al-Baqara/2:221)

6. Al-Qadi ’Iyad sagte: „Malik sagte: ‚Es ist nicht erlaubt, das Zeugnis eines Qadari zu akzeptieren, der (zu seiner Neuerung) aufruft, noch die eines Charidschi, noch die eines Rafidi (Schiiten).’“ 23

7. Al-Qadi ’Iyad sagte: „Malik wurde über die Leute des Qadar gefragt, ob wir von ihrer Rede fernbleiben sollen? Er sagte: ‚Ja, wenn bekannt ist, worauf er beruht.’ Und in einer anderen Überlieferung sagte er: ‚Das Gebet ist hinter ihnen nicht zu verrichten, noch ist der Hadith von ihnen anzunehmen, und wenn ihr sie an einem Seehafen trefft, dann werft sie hinaus.’“ 24


(3) Seine Aussagen über al-Iman

1. Ibn ’Abdul-Barr überliefert von ’Abdur-Razzaq Ibn Hammam, dass er sagte: „Ich hörte Ibn Charidsch 25 , Sufyan ath-Thawri, Ma’mar Ibn Raschid, Sufyan Ibn ’Uyayna und Malik Ibn Anas sagen: ‚Der Glaube (Iman) ist Rede und Handlung; er nimmt zu und ab.’“ 26

2. Abu Nu’aym berichtet von ’Abdullah Ibn Nafi’, dass er sagte: „Malik Ibn Anas sagte gewöhnlich: ‚Iman ist Rede und Handlung.’“ 27

3. Und Ibn ’Abdul-Barr überliefert von Aschhab Ibn ’Abdul-’Aziz, dass er sagte: „Malik sagte: ‚Daher standen die Leute, um in Richtung der Baytul-Maqdis (d.h. Masdschidu l-Aqsa) für sechszehn Monate zu beten; danach wurde ihnen befohlen, ihre Gesichter in Richtung Baytu l-Haram (d.h. Masdschidu l-Haram) zu wenden. Deshalb sagt Allah - der Erhabene:

Und es ist nicht Allah, Der euren Glauben verloren gehen lässt… (al-Baqara/2:143) Damit (d.h. ‚euer Glaube’) ist gemeint: Eure Gebete Richtung Baytu l-Maqdis. Malik sagte: ‚Und genau mit diesem antworte ich der Aussage der Murdschi’a, dass (nach ihrer Ansicht) das Gebet nicht vom Iman wäre.’“ 28


(4) Seine Aussagen über die Gefährten

1. Abu Nu’aym berichtet von ’Abdullah al-’Anbari, dass er sagte: „Malik Ibn Anas sagte: ‚Wer auch immer nach den Fehlern eines der Gefährten des Gesandten Allahs - Allahs Heil und Segen auf ihm - forscht, oder er hat ihnen gegenüber Hass in seinem Herzen, dann hat er kein Recht, Anteil an der Kriegsbeute der Muslime zu haben’, dann hat er (folgendes) rezitiert: Und diejenigen, die nach ihnen kamen, sagen: "Unser Herr, vergib uns und unseren Brüdern, die uns im Glauben vorangingen, und lass in unsere Herzen keinen Groll gegen die Gläubigen. Unser Herr! Du bist wahrlich Gütig, Barmherzig." (al-Haschr/59:10) Wer auch immer daher nach ihren Fehlern sucht oder Hass ihnen gegenüber in seinem Herzen hat, der hat kein Recht, Anteil an der Kriegsbeute der Muslime zu haben.’“ 29

2. Und Abu Nu’aym überliefert von einem Mann, der von Walid az-Zubayr 30 , dass er sagte: „Wir waren mit Malik. Sie erwähnten einen Mann, der nach den Fehlern der Gefährten des Gesandten Allahs - Allahs Heil und Segen auf ihm - forschte. Daher rezitierte Malik diese Aya: Muhammad ist der Gesandte Allahs. Und die, die mit ihm sind, sind hart… bis er (diesen Teil) las: auf dass Er die Ungläubigen bei ihrem (Anblick) in Wut entbrennen lasse. (al-Fath/48:29) Deswegen sagte Malik: ‚Wer auch immer den Gefährten des Gesandten Allahs - Allahs Heil und Segen auf ihm - gegenüber Wut in seinem Herzen hat, dann trifft wahrlich diese Aya auf ihn zu.’“ 31

3. Al-Qadi ’Iyad erwähnt von Aschhab Ibn ’Abdul-’Aziz, dass er sagte: „Wir waren mit Malik, als ein Mann von den ’Alawiyiin vor ihm stand. Und sie kamen gewöhnlich zu seinen Sitzungen. Der Mann rief zu ihm: ‚O Aba ’Abdullah!’ Daher schaute Malik zu ihm. Wenn jemand nach ihm rief, so drehte er im Allgemeinen seinen Kopf zu ihm, um auf ihn zu blicken. Also sagte der Mann zu ihm: ‚Ich möchte dich zu einem Beweis für das machen, was zwischen mir und Allah ist. Wenn ich vor Ihm stehe und Er fragt mich, werde ich sagen: Malik sagte
es zu mir.’ Daher sagte er: ‚Sprich.’ Er sagte: ‚Wer ist der Beste von den Leuten nach dem Gesandten Allahs – Allahs Heil und Segen auf ihm?’ Er sagte: ‚Abu Bakr.’ Der ’Alawi sagte: ‚Wer danach?’ Malik sagte: ‚Dann ’Umar.’ Der ’Alawi 32 sagte: ‚Wer danach?’ Malik sagte: ‚Der Kalif, der in Unterdrückung getötet wurde: ’Uthman.’ Der ’Alawi sagte: ‚Bei Allah, ich werde nie wieder mit dir sitzen.’ Malik sagte zu ihm: ‚Die Wahl obliegt dir.’“ 33


(5) Sein Verbot des Kalam und von Streitdiskussionen in der
Religion


1. Ibn ’Abdul-Barr überliefert von Mus’ab Ibn ’Abdullah az-Zubayri 34 , dass er sagte: „Malik sagte gewöhnlich: ‚Leeres Gerede (Kalam) in der Religion ist verabscheut. Und die Leute unseres Landes haben nicht damit aufgehört, es zu verabscheuen und zu verbieten, wie das leere Gerede in den Meinungen von Dschahm und der Qadariya und alles, was diesen ähnelt. Und Rede (Kalam), die keine Handlung mit sich bringt, ist sinnlos. Was die Rede (Kalam) über die Religion Allahs und Allah - den Allmächtigen und Erhabenen - angeht, so ist mir das Schweigen lieb gemacht, denn ich habe die Leute unseres Landes gesehen, wie sie die nutzlose Rede über die Religion verbaten.’“ 35

2. Abu Nu’aym überliefert von ’Abdullah Ibn Nafi’, dass er sagte: „Ich hörte Malik sagen: ‚Selbst wenn ein Mann alle großen Sünden begeht, außer Schirk, 36 und danach wendet er sich von diesen Launen und Neuerungen ab – und er erwähnte hierbei den Kalam – so geht er ins Paradies ein.’“ 37

3. Al-Harawi überliefert von Ishaq Ibn ’Isa 38 , dass er sagte: „Malik sagte: ‚Wer auch immer die Religion mittels Kalam erlernen will, der wird abweichen, und wer auch immer nach Vermögen mittels Quantität strebt, der wird ruiniert sein, und wer auch immer nach al-Hadithu l-gharib strebt, der wird ein Lügner.’“ 39

4. Und al-Chatib überliefert von Ishaq Ibn ’Isa, dass er sagte: „Ich hörte Malik Ibn Anas, wie er das Streitgespräch in der Religion verbat und sagte: ‚Die zu uns kommenden Disputanten – egal welchen Rang sie als Disputant untereinander haben – verlangen von uns, das von Dschibril an Muhammad - Allahs Heil und Segen auf ihm - Überbrachte zu verlassen.“ 40

5. Al-Harawi überliefert von ’Abdur-Rahman Ibn Mahdi, dass er sagte: „Ich trat bei Malik ein und bei ihm war ein Mann, der ihn befragte. Daher sagte er: ‚Es scheint so, als wärst du von den Gefährten des ’Amr Ibn ’Ubayd. So wahrlich, er brachte diese Neuerung des Kalam, und wenn Kalam Wissen gewesen wäre, hätten die Gefährten und die Tabi’in davon gesprochen, so wie sie über die Ahkam (Urteile und Regelungen) gesprochen haben.’“ 41

6. Al-Harawi überliefert von Aschhab Ibn ’Abdu l-’Aziz, dass er sagte: „Ich hörte Malik sagen: ‚Hüte dich vor den Neuerungen.’ Es wurde gesagt: ‚O Aba ’Abdullah, was sind die Neuerungen?’ Er sagte: ‚Es sind die Leute der Neuerung, die über die Namen Allahs, über Seine Eigenschaften, über Seine Rede, über Sein Wissen und über Seine Macht reden; und sie schweigen nicht über das, worüber die Gefährten, die Tabi’in und jene, die ihnen in Gutem gefolgt sind, geschwiegen haben.’“ 42

7. Abu Nu’aym überliefert von asch-Schafi’i, dass er sagte: „Als manche Leute der Launen zu Malik Ibn Anas kamen (sie wollten mit ihm diskutieren), sagte er: ‚Was mich anbelangt, so bin ich auf klarem Beweis von meinem Herrn und meiner Religion. Und was dich anbelangt, so bist du in Zweifel. Geh’ daher zu einem Zweifler und diskutiere mit ihm.’“ 43

8. Ibn ’Abdu l-Barr erzählte von Muhammad Ibn Ahmad Ibn Huwayz Mindad al- Misri al-Maliki, dass er im Buch der Löhne im al-Chilaf Teil sagte: „Es ist nicht erlaubt irgendein Buch von den Leuten der Launen und Neuerungen zu vermieten. Gemäß unseren Gefährten (d.h. Leute des Wissens) sind sie die Bücher der Leute des Kalam von den Mu’tazila und anderen, und jede Genehmigung muss diesbezüglich aufgelöst werden.“ 44

Dies ist ein Überblick über die Haltung Imam Maliks und seinen Aussagen über Tauhid, den Gefährten, al-Iman, ’Ilmu l-Kalam und andere als diese.




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1 Abu Dharr - Allahs Wohlgefallen auf ihm - sagte: „Wahrlich, der Gesandte Allahs - Allahs Heil und Segen auf ihm - ist verstorben, und es gibt keinen Vogel, der seine Flügel im Himmel flattert, außer er hat uns Wissen über ihn gegeben (d.h. der Gesandte hat nichts ausgelassen und alles mitgeteilt, was an Wissen mitzuteilen war).“ Überliefert von Ahmad (5/153), at-Tiyalasi (Nr. 479) und at-Tabarani in al-Kabir (Nr. 1647). Der isnad ist sahih. Salman al-Farisi - Allahs Wohlgefallen auf ihm - erzählte, dass man zu ihm sagte: „Euer Prophet hat euch alles gelehrt, sogar wie ihr euch (beim Toilettengang) zu erleichtern habt…?“ Daher sagte er zu ihnen: „Ja, wahrlich! Und er hat uns verboten, in Richtung Qibla zu blicken, während wir uns erleichtern…“ Berichtet von Muslim (1/152) und Ahmad (Nr. 8).
2 Überliefert von al-Buchari (3/262), Muslim (1/51) und an-Nasa’i (5/14). Sie alle überliefern ihn von ’Ubaydullah Ibn ’Ubayd al-Ladschan ’Uthba Ibn Mas’ud, der von Abi Hurayra. Und Abu Dawud (3/101) überlieferte ihn von Abi Salih, der von Abu Hurayra.
3 Dhammu l-Kalam (qaaf/210).
4 Diese Überlieferung wurde von ad-Daraqutni in as-Sifat (S. 75), von al-Adschurri in asch-Schari’a (S. 314), von al-Bayhaqi in al-Itiqad (S. 118) und von Ibn ’Abdu l-Barr in at-Tamhid (7/149) verzeichnet.
5 Al-Inqita (S. 36).
6 Jene, die Ibn Nafi’ heißen und von Imam Malik überliefern, sind zwei. Was den ersten anbelangt, so heißt er ’Abdullah Ibn Nafi’ Ibn Thabit at-Tabrizi Abu Bakr al-Madani. Ibn Hadschar sagte über ihn: „Wahrhaft (saduq), er starb im Jahre 216 n. H.“ Und was den zweiten anbelangt, so heißt er ’Abdullah Ibn Nafi’ Ibn Abi Nafi’ al-Madschzumi Abu Muhammad al-Madani. Ibn Hadschar sagte über ihn: „Vertrauenswürdig (thiqa), richtig in seiner Einprägung, nachsichtig; er starb im Jahre 206 n. H., und es wurde gesagt, dass er (womöglich auch) später starb.“ Taqribu t-Tadhib (1/455f.) und Tadhibu t-Tahdib (6/50f.).
7 Er ist Aschhab Ibn ’Abdu l-’Aziz Ibn Dawud al-Qaysi Abu ’Umar al-Misri. Ibn Hadschar sagte über ihn: „Thiqa (vertrauenswürdig), ein Faqih (Jurist); er starb im Jahre 204 n. H.“ Taqribu t-Tahdib (1/80), und siehe seine Biographie in Tahdhibu t-Tahdib (1/359)
8 Tartibu l-Madarik (2/42).
9 Siehe Lisanu l-Arab (3/446).
10 Rabi’a ar-Ra’i (gest. 136 n. H.) sagte: „Al-Istiwa ist nicht unbekannt, und der Kayf (Art und Weise) ist nicht zu erfassen, und von Allah ist die Botschaft, die Übermittlung vom Gesandten und uns obliegt die Bestätigung.“ Überliefert von al-Lalika’i (Nr. 665). Imam al-Buchari (gest. 256 n. H.) sagte in seinem Sahih (13/403): „Mudschahid sagte über Istiwa: ‚Das Sich-Erheben über den Thron.’“ Imam al-Awza’i (gest. 157 n. H.) sagte: „Ich fragte az-Zuhri und Machul über die Ayat hinsichtlich den Eigenschaften. Daher sagten sie: ‚Lass sie so, wie sie sind.’“ Überliefert von al-Lalika’i (3/340) und von Ibn Qudama in Dhammu l-Kalam (S. 18). Imam al-Awza’i sagte über die Ayat und die Ahadith hinsichtlich den Eigenschaften (Allahs): „Gib’ sie weiter, wie sie kamen, ohne nach dem „wie“ zu fragen.“ Verzeichnet von al-Lalika’i (Nr. 875). Als Schachu l-Islam Ibn Taymiyya die obigen Aussagen kommentierte, sagte er in al-Fatawa al-Hamawiyya (S. 109): „Damit stimmen die Aussagen von Rabi’a und Malik - al-Istiwa ist nicht unbekannt - mit den Aussagen der Übrigen überein: Gib’ sie weiter, wie sie kamen, ohne nach dem „wie“ zu fragen. Sie haben also verneint, dass sie Wissen über den Kayf (Art und Weise) haben, dennoch haben sie nicht die Wirklichkeit der Eigenschaften geleugnet. Und wenn die Leute nur an den Wortlaut glauben würden, ohne seine Bedeutung verstanden zu haben, die Allah beabsichtigt hat, hätten sie gesagt: ‚al-Istiwa ist nicht bekannt und der Kayf ist nicht erfassbar.’ Und sie hätten gesagt: ‚Gib’ sie weiter, wie sie kamen, ohnen nach dem „wie“ zu fragen, denn al-Istiwa kann im Moment nicht verstanden werden. Vielmehr ist es auf sprachlicher Ebene unbekannt!’ Ebenso hätten sie es nicht nötig gehabt, das Wissen über den Kayf zu verneinen, wenn die Bedeutung des Wortes nicht verstanden werden kann; dann wäre es nötig gewesen, dass sie nur das Wissen über den Kayf verneinen, wenn die Eigenschaften bestätigt werden. Und auch jener, der manche der Eigenschaften leugnet, oder alle, so hat er es nicht nötig „ohne nach dem ‚wie’ zu fragen“ zu sagen. Wer auch immer „Allah ist nicht über dem Thron“ sagt, der hat er es nicht nötig „ohne nach dem ‚wie’ zu fragen“ zu sagen. Wenn daher die Madhhab der Salaf tatsächlich die Verneinung der Eigenschaften wäre, warum würden sie dann „ohne nach dem ‚wie’ zu fragen“ sagen? Ebenso ihre Aussage „Gib’ sie so weiter, wie sie kamen“ erfordert einen bleibenden Hinweis auf das, was ist. Daher bringt die Tatsache, dass dies mit einem Wortlaut kam, einen Hinweis auf die Bedeutung mit sich. Wenn also auf die Ablehnung dieser Eigenschaften hingewiesen werden sollen, dann wäre es bindend gewesen zu sagen: „Gib’ den Wortlaut mit dem Glauben weiter, dass das Verstandene nicht die beabsichtigte Bedeutung ist“ oder „Gib’ den Wortlaut gemeinsam mit dem Glauben weiter, dass Allah in Wahrheit nicht mit dem zu beschreiben ist, worauf dieser Wortlaut hinweist.“ In solch einem Augenblick hast du sie dann weitergegeben, wie sie kamen, und es kann daher nicht gesagt werden: und frage nicht nach dem ‚wie’. Deswegen muss der Kayf von dem verneint werden, was sprachlich von dieser Aussage nicht bestätigt wurde.“
11 In al-Hilya (6/325f.) und von as-Sabuni in ’Aqidatu s-Salaf wa Ashabu l-Hadith (S. 17f.) von Dscha’far Ibn ’Abdullah, der von Malik, überliefert. Ebenso Ibn ’Abdu l-Barr in at-Tamhid (7/151) von ’Abdullah Ibn Nafi’, der von Malik. Al-Bayhaqi in al-Asma’ wa s-Sifat (S. 408) von ’Abdullah Ibn Wahb, der von Malik. Ibn Hadschar sagte in Fathu l-Bari (13/406f.), dass der isnad (Überliefererkette) hasan ist. Adh-Dhahabi stufte ihn in al-Uluw (S. 103) als authentisch ein.
12 Zindiq: Dies ist ein Wort, das seinen Ursprung im Persischen hat. Es wurde von den Muslimen zu Beginn auf jene bezogen, die über die zwei Prinzipien – Licht und Dunkelheit – entsprechend dem Weg der al-Manawiya sprachen. Später wurde diese Bezeichnung für Heiden, Atheisten und für all jene verwendet, die fehlgeleitete Glaubensarten vorwiesen. Vielmehr hat man diesen Begriff auf zweifelhafte Leute und all jene, die von den Regeln der Religion im Denken oder in der Handlung abgewichen sind, angewendet. Siehe al-Mawsu’atu l-Muyasirra (1/929) und Tarichu l-Ilhad (S. 14-32) von ’Abdur-Rahman Badawi.
13 Berichtet in al-Hilya (6/325) und von al-Lalika’i in Scharch Usulu l-Itiqad Ahlu s-Sunna wa l-Dschama’a (1/249) von Abi Muhammad Yahya Ibn Chalaf, der von Malik. Es wurde von al-Qadi ’Iyad in Tartibu l-Madarik (1/460) verzeichnet.
14 Al-Inqita’ (S. 35).
15 Ein gegenwärtiger Rufer zu Neuerungen sagt in seinem Artikel „Ist es erlaubt an Allah in wörtlichem Sinne zu glauben, dass er in den Himmeln ist?“: „Die wortwörtliche Bedeutung von fis-sama (in den Himmeln) würde bedeuten, dass Allah in Wirklichkeit in seiner Schöpfung wäre, denn der Himmel ist etwas Erschaffenes. Es ist nicht erlaubt zu glauben, dass Allah in seiner Schöpfung ist oder in irgendetwas von Seiner Schöpfung eintritt, so wie die Christen über Jesus denken oder die Hindus über ihre Avatars.“ Mit diesem Angriff auf die Bezeichnung „fis-sama“, der von den frommen Vorfahren benutzt wurde, zeigt die wichtigste Person der Neuerungen seine äußerste Unkenntnis über die arabische Sprache. Denn die Aussage fis-sama bedeutet „über den Himmeln“, und dies ist in der arabischen Sprache bekannt. Daher wechseln sich die Präpositionen, und dies ist aus dem Qur’an bekannt, so wie man in der Aussage Allahs - des Erhebenen- sehen kann: „…ich will euch an (fi) den Stämmen der Palmen kreuzigen (lassen); dann werdet ihr bestimmt erfahren, wer von uns strenger und nachhaltiger im Strafen ist.“ (Ta Ha/20:71) Das heißt ’ala (auf, an) den Stämmen der Palmen. Und Seine Aussage: …so geht auf (fi) ihren Anhöhen einher… (al-Mulk/67:15) D.h. ’ala (auf) den Anhöhen auf der Suche nach Versorgung.“ Siehe Salim al-Hilali in al- Dschama’atu l-Islamiyya (S. 210f.). Für weitere Beispiele siehe at-Tamhid (7/130) von Ibn ’Abdu l-Barr und al-Asma’ wa s-Sifat (S. 531, 534, 537) von al-Bayhaqi; al-Ibana (S. 106f.) von Abu l-Hasan al-Asch’ari, Madschmu’u l-Fatawa (3/52f., 68f., 106, 258, 16/101, 108) von Ibn Taymiyya und Scharhu l-’Aqidatu t-Tahawiyya (S. 286) von Ibn Abi l-’Izz al-Hanafi.
16 Überliefert von Abu Dawud in Masa’ilu l-Imam Ahmad (S. 263), und er wurde von Ibn ’Abdu l-Barr in at-Tamhid (7/138) berichtet.
17 Er ist ’Abdullah Ibn Wahb al-Quraschi. Ibn Hadschar sagte über ihn: „Der Faqih (Jurist), vertrauenswürdig (thiqa), ein Hafidh, ein Abid (ein ’Ibada-Machender). Er starb im Jahre 198 n. H. Taqribu t-Tahdhib (1/460).
18 Al-Hilya (6/326).
19 Tartibu l-Madarik (2/48), und siehe Scharch Usulu l-I’tiqad Ahlu s-Sunna wa l-Dschama’a (2/801).
20 As-Sunna (1/87f.) von Ibn Abi ’Asim, und ebenso von Abu Nu’aym in al-Hilya (6/326)
berichtet.
21 Al-Inqita (S. 34).
22 As-Sunna (1/88) von Ibn Abi ’Asim und al-Hilya (6/326) von Abu Nu’aym.
23 Tartibu l-Madarik (2/47).
24 Tartibu l-Madarik (2/47).
25 Er ist ’Abdu l-Malik Ibn ’Abdu l-Aziz Ibn Charidsch ar-Rumia l-Amawi. Adh-Dhahabi sagte über ihn: „Der Imam, der Hafidh, der Faqih der geheiligten Stätte, Abu l-Walid.“ Er starb im Jahre 150 n.H. Siehe Tadhkiratu l-Huffadh (1/169) und für seine Biographie in Tarich Baghdad (10/400).
26 Al-Inqita (S. 34).
27 Al-Hilya (6/327).
28 Al-Inqita (S. 34).
29 Al-Hilya (6/327).
30 Er ist ’Abdullah Ibn Nafi’ Ibn Thabit Ibnu z-Zubayr Ibnu l-’Awwam.
31 Al-Hilya (6/327).
32 Dies bezieht sich auf die Nusayriyya, die nach Muhammad Ibn Numayr an-Nusayri (gest. 270 n. H.) genannt wurden. Sie bezeichnen sich selber ’Alawiyya mit dem Hinweis auf ’Ali Ibn Abi Talib. Schaichu l-Islam Ibn Taymiyya sagte in seinem Madschmu’u l-Fatawa (35/145), als er ihre Abweichung erklärte: „Diese Menschen, welche als an-Nusayriyya bezeichnet werden, und andere Gruppen von den Qaramita und Batiniyya, sind größere Ungläubige als die Juden und Christen. Vielmehr sind sie größere Ungläubige als die meisten Muschrikiin (Götzendiener), und ihr Schaden der Umma Muhammads gegenüber ist größer als der Schaden der Ungläubigen, die mit den Muslimen im Krieg stehen, wie die Tataren, den ungläubigen Europäern und andere. Denn sie präsentieren sich den unwissenden Muslimen als Unterstützer und Verteidiger der Familie des Propheten, während sie in Wirklichkeit nicht an Allah, noch an den Gesandten, noch an das Buch, noch an die Befehle, noch den Verboten, noch den Belohnungen, noch der Strafe, noch dem Paradies, noch dem Feuer, noch an irgendeinen der Gesandten vor Muhammad – die den Gelehrten der Muslime bekannt sind – glauben. Und sie interpretieren diese auf der Grundlage von Erfindungen, während sie behaupten, ihre Interpretationen währen ‚geheimes Wissen’ (’ilmu l-batin)… Sie haben keine Grenzen in ihrem Unglauben in Bezug auf Allahs Namen, Seine Verse und ihrer Entstellung der Rede Allahs - des Allmächtigen - und Seines Gesandten von ihren angemessen Plätzen. Ihr Ziel ist die Ablehnung der islamischen Glaubensvorstellungen und der Gesetze auf jegliche Art, indem sie versuchen es so darzustellen, als hätten dieseAngelegenheiten Wirklichkeiten, die sie kennen, wie ihre Behauptung, dass die fünf Gebete Wissen über ihre Geheimnisse bedeuten würde, oder das Pflichtfasten würde das Verbergen ihrer Geheimnisse bedeuten und die Pilgerfahrt zum Hause bedeute ein Besuch bei ihren Schaichs, und dass die beiden Hände Abu Lahabs Abu Bakr und ’Umar symbolisieren, und dass die große Kunde und der deutliche Iman (an-Naba’u l-’Adthim wa l-Imamu l-Mubin) ’Ali Ibn Abi Talib wäre. Es gibt bekannte Ereignisse und Bücher, die sie zugunsten ihrer Feindschaft gegenüber dem Islam und seinen Leuten geschrieben haben. Wenn sie die Möglichkeit bekommen, lassen sie das Blut der Muslime vergießen, so wie sie einst die Pilger töteten und sie in den Brunnen des Zamzam geworfen haben. Einst haben sie den schwarzen Stein genommen, und er blieb für eine gewisse Zeit bei ihnen. Und sie haben so viele muslimische Gelehrte und Ältere getötet, dass nur Allah ihre Zahl kennt. Muslimische Gelehrte haben Bücher über sie geschrieben, die ihre Geheimnisse offenbaren und Hüllen entschleiern, indem sie erklären, worauf sie sich an Unglauben, Treulosigkeit und Atheismus beruhen, durch die sie zu größeren Ungläubigen werden als die Juden, Christen und den indischen götzenanbetenden Brahmanen. Es ist uns bekannt, dass die Küsten Schams von den Christen nur durch ihre Hilfe eingenommen wurden. Und auch, dass sie jedes Mal auf der Seite des Feindes gegen die Muslime stehen, so sind sie mit den Christen gegen die Muslime. Von größtem Kummer, was sie befallen hat, war der Sieg der Muslime über die Tataren, und ihre größten Festtage sind die christlichen Eroberungen – und Zuflucht ist bei Allah, dem Erhabenen, zu suchen – der muslimischen Häfen. Sie geben nicht zu, dass diese Welt einen Schöpfer hat, der sie erschuf, oder dass Er eine Religion vorgibt, mit dem Er befiehlt, oder dass Er einen Ort hat, mit dem Er die Menschen für ihre Taten belohnt – anders als dieser Ort (d.h. diese Welt).“
33 Tartibu l-Madarik (2/44f.)
34 Er ist Mus’ab Ibn ’Abdullah Ibn Mus’ab Ibn Thabit Ibn ’Abdullah Ibnu z-Zubayr Ibnu l- ’Awwam al-Asdi al-Madani. Ibn Hadschar sagte über ihn: „Wahrhaftig (saduq), ein Gelehrter laut Übereinstimmung. Er starb im Jahre 236 n. H. Taqribu t-Tahdhib (2/252) und siehe für seine Biographie Tahdhibu Tahdhib (10/162).
35 Dschami’ Bayanu l-’Ilm wa Fadlihi (S. 415).
36 Imam Ibnu l-Qayyim al-Dschawziyya (gest. 751 n. H.) - Allahs Barmherzigkeit auf ihm - sagte: „Allah - der Erhabene - teilte mit, dass der Sinn und der Zweck der Schöpfung jener, dass man Seine Namen kennt und Ihm alleine dient, ohne Beigesellung von Partnern, so dass die Leute vertrauenswürdig werden (qist) und dies ist die Gerechtigkeit (’Adl), auf der die Himmel und die Erde errichtet wurden, so wie Allah- der Erhabene - sagte: Wahrlich, Wir schickten Unsere Gesandten mit klaren Beweisen und sandten mit ihnen das Buch und die Waagewerte herab, auf daß die Menschen Gerechtigkeit üben mögen…(al-Hadid/57:25) Daher hat Allah - der Ruhmreiche - mitgeteilt, dass Er Gesandte geschickt und Bücher offenbart hat, um die Menschen auf Anständigkeit (qist) und Gerechtigkeit (’Adl) einzurichten. Und von größter Anständigkeit ist der Tauhid, und er ist das Haupt der Gerechtigkeit und sein Aufrechterhalter, und der Schirk ist Ungerechtigkeit, so wie Allah - der Erhabene - sagt: … denn Götzendienst ist wahrlich ein gewaltiges Unrecht. (Luqman/31:13) Somit ist Schirk die größte Ungerechtigkeit und Tauhid die beste Form der Gerechtigkeit. Und gibt es eine größere Leugnung als diese Bedeutung, daher ist es die größte aller großen Sünden; in einem Ausmaß, dass gesagt wurde, wenn Schirk an sich etwas verneint, wird es in absoluter Form zum größten aller Sünden. Und Allah hat das Paradies für jedermann verwehrt, der Schirk begeht, und Er hat sein Blut, sein Vermögen und seine Familie für die Leute des Tauhid erlaubt gemacht, und dass die Leute des Tauhid als Sklaven nehmen dürfen, denn sie verlassen Seine ’Ubudiyya (Dienerschaft). Allah - der Erhabene - hat es abgelehnt, irgendeine der Taten von den Muschrikin (Götzendiener) anzunehmen, noch gibt es eine Fürsprache für ihn. Weder wird seine letzte Bitte beantwortet noch aufgrund seiner Hoffnung akzeptiert. Denn der Muschrik ist der unwissendste in Bezug auf Allah, weil er etwas von der Schöpfung zu einer Sache macht, die angerufen werden kann. Und dies ist die äußerste Grenze an Unwissenheit Ihm gegenüber, so wie es die äußerste Grenze an Ungerechtigkeit Ihm gegenüber ist. Und wenn der Muschrik nur die Wirklichkeit kennen würde, würde er kein Vergehen gegenüber seinem Herrn begehen, und das Vergehen ist nur gegen sich selbst.“
37 Al-Hilya (6/325).
38 Er ist Ishaq Ibn ’Isa Ibn Nadschih al-Baghdadi. Ibn Hadschar sagte über ihn: „Wahrhaft (saduq).“ Er starb im Jahre 214.
39 Dhammu l-Kalam (qaf/173/alif).
40 Scharafu l-Ashabu l-Hadith(S. 5), und Scharch Usulu l-I’tiqad (Nr. 293) von al-Lalika’i.
41 Dhammu l-Kalam (qaf/173/ba).
42 Dhammu l-Kalam (qaf/173/alif).
43 Al-Hilya (6/324).
44 Dschami Bayanu l-’Ilm wa Fadlihi (S. 416f.). Ibnu l-Qayyim (gest. 751 n. H.) erzählt in seinem Buch at-Tumqu l-Hukmiyya (S. 282) über die Verbrennung von Büchern der Abweichung und ihre Zerstörung, dass al-Marrudhi zu Ahmad sagte: „Ich lieh ein Buch, und darin waren einige wenige üble Dinge; meinst du, ich soll es zerreißen oder verbrennen?“ Er sagte: „Ja, verbrenne es.“ Ibnu l-Qayyim sagte weiter: „Der Prophet - Allahs Heil und Segen auf ihm - hatte in ’Umars Hand ein Buch gesehen, das eine Abschrift von der Thora war, und er war überrascht, wie sehr es dem Qur’an ähnelte. Daher sank das Kinn des Propheten - Allahs Heil und Segen auf ihm. ’Umar ging damit zum Feuer und warf es hinein. Der Prophet - Allahs Heil und Segen auf ihm - befahl einst einem Mann, der vom Propheten - Allahs Heil und Segen auf ihm - etwas anderes geschrieben hatte als den Qur’an, dass er es vernichten solle. Danach erlaubte er das Aufschreiben der Sunna, und er erlaubte nichts anderes als das. Deswegen sind alle Bücher, die eine Abweichung von der Sunna aufweisen, nicht erlaubt. Vielmehr ist es erlaubt, diese Bücher zu vernichten oder sie in Stücke zu zerreißen. Es gibt für die Umma nichts Schädlicheres als diese Bücher. Nicht nur das, sogar die Gefährten hatten alle Versionen an Mushaf außer dem Mushaf von ’Uthman verbrannt, und zwar aufgrund der Furcht für die Umma, dass eine Spaltung entstehen könnte. Wie wäre es also, wenn sie die Bücher sehen würden, die Meinungsverschiedenheit und Spaltung in der Umma verbreiten…“ Schaich Abu Anas Hamad al-’Uthma kommentierte diese Aussagen in Zadscharu l-Mutahawun (S. 96), indem er sagte: „Das Übel der Juden und der Christen ist offensichtlich und deutlich für das allgemeine Volk der Muslime; was die Leute der Neuerung anbelangt, so ist ihr Schaden nicht für jedermann klar…. Dies ist der Grund, warum die Gelehrten die Widerlegung der Leute der Neuerung vorrangig betrachten gegenüber der Widerlegung von Juden und Christen.“ Tatsächlich sah es Imam Ahmad Ibn Hanbal (gest. 241 n. H.) - Allahs Barmherzigkeit auf - für erlaubt an von Juden und Christen Hilfe anzunehmen, nicht jedoch von den Dschahmiyya. Al-Marwazi sagte zu Imam Ahmad: „Können wir Hilfe von den Juden und Christen erbitten, und sie sind Polytheisten (Muschrikun), aber nicht von den Dschahmiyya?“ Er antwortete: „O mein lieber Sohn, die Muslime werden von ihnen (den Christen) nicht getäuscht werden.“ Adabu sch-Schar’iyya (1/256). Imam Ibnu l-Dschawzi (gest. 597) - Allahs Barmherzigkeit auf ihm - sagte: „Abu l-Wafa ’Ali Ibn ’Aqil al-Faqih sagte: Unser Schaich, Abu l-Fadl al-Hamdani sagte: ‚Die Neuerer des Islam und die Erfinder von Hadith sind schädlicher als Nichtmuslime (Mulhidin), denn Nichtmuslime streben danach, die Religion von außen zu verderben und diese, sie versuchen die Religion von innen zu zerstören. Sie sind wie die Leute einer Stadt, die versuchen die Stadt (von innen) zu zerstören, aber die Nichtmuslime sind jene, die sie von außen umzingelt haben. Daher öffnen diejenigen, die im Inneren sind, die Festung. Sie sind deswegen schlimmer für den Islam als jene, die nicht den Mantel des Islam tragen.“ Al-Mawdu’at (1/51) von Ibnu l-Dschawzi. Ibrahim an-Nacha’i sagte: „Es gibt keine üble Nachrede in Bezug auf einen Neuerer.“ Scharh Usulu l-I’tiqad (Nr. 276). Hasan al-Basri sagte: „Es gibt drei, die hinsichtlich der üblen Nachrede keine Unantastbarkeit genießen: unter ihnen ist eine Person der Neuerung, der zu seiner Neuerung ruft.“ Scharh Usulu l-I’tiqad (Nr. 278). Kahtir Abu Sahl sagte: „Es wurde gesagt, dass es keine Unantastbarkeit für Leute der Bid’a-Sekten gibt.“ Scharh Usulu l-I’tiqad (Nr. 281). Sallam Ibn Abi Mufti’ sagte: „Ein Mann sagte zu Ayyub as-Sachtiyani: ‚O Abu Bakr, ’Amr Ibn ’Ubayd wandte sich von seiner Meinung ab!’ Er sagte: ‚Er wandte sich nicht davon ab.’ Der andere wieder: ‚Wahrlich, o Abu Bakr, er wandte sich davon ab.’ Ayyub sagte: ‚Er hat sich nicht davon abgewandt – drei Mal – er wandte sich nicht davon ab. Hast Du denn seine - Allahs Heil und Segen auf ihm - Aussage nicht gehört: »Sie werden aus der Religion heraustreten, wie der Pfeil sich durch die Beute durchschießt, dann werden sie solange nicht zurückkehren, bis der Pfeil zur Bogensehne zurückkehrt.« (Scharh Usulu l-I’tiqad (Nr. 286). Imam Abu ’Uthman as-Sabuni (gest. 449 n. H.) - Allahs Barmherzigkeit auf ihm - sagte in ’Aqidatu s-Salaf wa Ashabu l-Hadith (S. 100): „Sie folgen den Salafu s-Salih, den Imamen und den Gelehrten der Muslime; sie halten stark an der Religion und der deutlichen Wahrheit fest. Und sie hassen die Leute der Neuerung, jene, die in die Religion das einführen, was nicht dazu gehört. Sie lieben sie nicht und sie leisten ihnen keine Gesellschaft. Sie hören ihren Aussagen nicht zu, noch sitzen sie mit ihnen. Vielmehr beschützen sie ihre Ohren vor dem Hören ihrer Nutzlosigkeiten – Dinge, die wenn sie über die Ohren eindringen und sich im Herzen niederlassen, Schaden anrichten werden, und sie werden Zweifel erwecken und boshafte Dinge erscheinen lassen. Hierzu offenbarte Allah- der Allmächtige und Erhabene: Wenn du jene siehst, die über Unsere Zeichen töricht reden, dann wende dich ab von ihnen, bis sie zu einem anderen Gespräch übergehen. (al-An’am;6:68) Imam asch-Schawkani (gest. 1255 n. H.) - Allahs Barmherzigkeit auf ihm - sagte in Fathu l-Qadir (2/128): „Und diese Aya beinhaltet einen strengen Tadel für jene, die den Leuten erlauben, mit den Neuerern zusammenzusitzen – sie sind diejenigen, die die Worte Allahs verdrehen, mit Seinem Buch und der Sunna Seines Gesandten herumspielen…. Denn, wenn er unfähig ist, sie zu tadeln und von ihrem Zustand abzubringen, so sollte er es zumindest vermeiden, mit ihnen zu sitzen – und dies ist für ihn ein Leichtes, nicht schwer. Und die Neuerer könnten seine Anwesenheit verwenden – selbst wenn er von ihren Fehlern frei ist – durch einen Zweifel, mit dem sie das allgemeine Volk betrügen werden, wodurch seine Anwesenheit (unter ihnen) einen zusätzlichen Schaden anrichten wird, als Zusatz zu dem, dass man ihrem Übel zuhört.“ Asma Bint ’Ubayd sagte: „Zwei Leute von den Gelüsten und Neuerungen traten bei Ibn Sirin (gest. 110 n. H.) ein und sagten: ‚O Abu Bakr, können wir mit dir sprechen?’ So sagte er: ‚Nein!’ Sie sagten: ‚Können wir vielleicht eine Aya aus dem Buch Allahs rezitieren?’ Er sagte: ‚Nein. Wahrlich, entweder werdet ihr aufstehen und gehen oder ich werde aufstehen
 
 
Die Wahrheit im Herzen