Lese Lounge Fataawa Aqida Bedingungen für rechtschaffene Taten

Bedingungen für rechtschaffene Taten

Bedingungen für rechtschaffene Taten
Frage Nr. 21362, Eingegangen am 12.01.2002






Frage:


Wann akzeptiert Allâh die Taten Seines Dieners? Welche Bedingungen müssen erfüllt sein, damit eine Tat rechtschaffen ist und von Allâh angenommen wird?




Antwort:

Preis sei Allâh.

Eine Tat kann nicht als Gottesdienst bezeichnet werden, bis sie nicht zwei Bedingungen erfüllt: vollständige Liebe und vollständige Demut. Allâh sagt:

Diejenigen aber, die glauben, sind stärker in der Liebe zu Allâh“ [Al-Baqarah:165]

Und sie riefen Uns in Hoffnung und in Furcht an, und sie waren demütig vor uns.“ [Al-Anbiyâ’:90]

Wenn dies verstanden ist, wird deutlich, daß eine gottesdienstliche Tat nur von einem Muslim akzeptiert wird, der an Allâh allein glaubt, wie Allâh über die Kuffâr sagt:

„Und Wir wenden uns dem zu, was sie (die Kuffâr) an Taten vollbracht haben, und Wir werden Sie wie ausgestreuten Staub in der Luft machen“ [Al-Furqân:23]

In Sahîh Muslim, Nr. 214, wird berichtet, daß ´Â’ischah (r.a.) sagte:

„Ich sagte: ‚O Gesandter Allâhs, in der Zeit der Jâhiliyyah pflegte Ibn Jud’ân die Verwandtschaftsbande und speiste den Armen. Wird ihm das etwas nützen?’ Er sagte: ‚Er wird ihm nichts nützen, denn er sagte niemals: ‚O mein Herr, vergib mir meine Sünden am Tag der Auferstehung.’’“

– d.h., dass er nicht an die Auferstehung glaubte oder gute Taten in der Hoffnung auf Allâhs Angesicht verrichtete.

Zwei weitere Bedingungen muss der Gottesdienst eines Muslim erfüllen:

1. Die Absicht (Niyyah) muß aufrichtigt für Allâh sein, d.h., daß die Absicht einer Person in all seinen Worten und Taten, innerlich wie äußerlich, einzig und allein darin besteht, Allâh und nur Ihn zufriedenzustellen.
2. Die Tat muß entsprechend den Anordnungen Allâhs verrichtet werden, in genau der Weise, die Er uns mitgeteil hat, auf die Er angebet werden möchte. Dies wird erreicht durch das Nacheifern des Propheten (a.s.s.) und seiner Botschaft, und weder dagegen zu verstoßen, noch neue Formen der Anbetung einzuführen, die nicht von ihm berichtet wurden.

Der Beweis für diese beide Bedingungen ist in dem Vers:

Wer also auf die Begegnung mit seinem Herrn hofft, soll keinen anderen einbeziehen in den Dienst an seinem Herrn.“ [Al-Kahf:110]

Ibn Kathîr (r) sagte:

„‚Wer also auf die Begegnung mit seinem Herrn hofft,’ heißt auf Seine Belohnung; ‚der soll Rechtschaffenes tun’ heißt Taten, die nur für Allâh ohne Partner oder Teilhaber verrichtet werden. Beides zusammen bildet die Basis für eine Tat, die angenommen wird: sie muß aufrichtig nur für Allâh getan werden, und sie muß korrekt sein in Übereinstimmung mit der Scharî’ah des Gesandten Allâhs (a.s.s.).“

Je mehr man über seinen Herrn und Seine Namen und Eigenschaften lernt, desto aufrichtiger wird die Absicht werden. Und je mehr man über den Propheten (a.s.s.) lernt, desto mehr wird man ihm nacheifern. Mit einer aufrichtigen Absicht Allâh gegenüber und durch Nacheifern des Propheten (a.s.s.) wird man Erfolg im Diesseits und Jenseits haben. Wir bitten Allâh um Segen und Erfolg in dieser Welt wie auch in der kommenden.




Quelle: Islam Q&A (http://www.islam-qa.com)